Paul? Wer ist eigentlich Paul? Ist doch klar: Sweet Paul.

Die Vorfreude war riesig. Auf Facebook und vielen schönen Blogs fieberten wir der ersten deutschen Sweet Paul-Ausgabe entgegen. Allerdings hatte ich doch so meine Sorge, ob es der süße Paule von Kiel (dort wird das Magazin nämlich von Falkemedia verlegt) über die Berge zu mir in die Schweiz schafft. Und wie er es geschafft hat. Seit gestern Nachmittag lege ich diesen süßen Schatz nicht mehr aus der Hand – ob im Zug von Bern nach Zürich, auf dem Balkon, im Café, auf’m Sofa oder im Bett – Paul ist immer an meiner Seite. Und falls er noch nicht bei Dir eingezogen sein sollte, Du nicht vorhast das Pfingstwochenende ohne ihn zu verbringen, ihn aber vor Deinem Gang zum Kiosk Deines Vertrauens unbedingt wenigstens mal flüchtig kennen lernen möchtest, dann klick oben auf das Bild – ich habe nämlich schon einmal für Euch vorgeblättert. Wie bei dem hübschesten aller Backbücher: Backen nach Bildern. Im Hintergrund läuft übrigens „Dancing with myself“ von Nouvelle Vague – meine liebste auf dem Balkon-in-der Sonne-Sitz-Musik. Die schicken bunten Haftmarkern sind vom moses Verlag (gekauft bei Zumstein in Zürich).

Und jetzt fragt wohl keiner mehr: „Paul? Wer ist eigentlich Paul?

Ein herrliches langes Wochenende!

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Jetzt wird’s gemütlich: Apfelstrudel mit Vanilleeis

Boah. Gefühlt wird man ja bereits seit September in den Supermärkten quasi mit weihnachtlichen Lebkuchen beschmissen. Ich finde das ganz gruselig. Jedes Jahr wieder. Mit Anbruch des Novembers kommt bei mir dann erst langsam die Lust auf Weihnachtskekse, Plätzchen backen und die Weihnachtsdeko. Um die Zeit schööön lange zu strecken, gibt es bei uns nicht nur Weihnachtsdeko (die darf nämlich nicht vor dem 1. Advent aufgebaut werden), sondern seit diesem Jahr auch auch Vorweihnachtliche-Herbsts-und-Winterdeko. Zeig ich Euch bald. Heute geht’s aber ums Essen.

Was serviert man an einem Sonntagnachmittag im November? Für Kekse eindeutig zu früh. Kuchen? Nichts Neues. Also gab es gestern bei uns eine Apfelstrudel. Entdeckt habe ich das Rezept in dem Schweizer Kochbuch schlechthin „tiptopf“ – und da dieses Buch bereits in der Schule im Kinderkochkurs benutzt wird, war ich ziemlich entspannt und sicher, dass das easypeasy wird.

Was ich lernen musste. Ein Strudelteig ist immer eine Heruasforderung, ob das Rezept nun aus dem tiptopf oder einem Sternekoch-Rezeptbuch stammt.

Und wenn der Teig nicht einsichtig ist und Dich fies behandelt, dann tu das gleiche und hüpf schnell am Supermarkt Kühlregal vorbei. Denn dort findest Du einen gaaanz freundlichen Strudelteig mit absoluter Gelingsicherheit.

Zutaten für 4 Personen:
Für den Teig (nur etwas für Geübte und Menschen mit guten Nerven)
150g Mehl
½ TL Salz
1 Ei
3 EL Wasser
1 EL neutrales Öl

Für die Füllung
1 KG süße Äpfel
½ Zitrone
3-4 EL Zucker
5 EL gemahlene Nüsse und ca. 10 gehackte Walnüsse
nach Wunsch auch 3-4 EL Rosinen
etwas Zimt

50g Butter

Lecker dazu: Vanilleeis oder Sahne.
Zubereitung des Teiges:
1. Mehl in eine Schüssel geben, Salz hinzugeben
2. Ei, Wasser und Öl gut vermischen
3. Mehl mit der Flüssigkeit von der Mitte aus anrühren.
4. Teig mit den Knethaken bearbeiten bis er schön glatt und geschmeidig ist, gern auch mit den Händen bearbeiten
5. In einer heissabgespülten Schüssel ca. 30 Minuten ruhen lassen
6. Äpfel schälen und in feine Würfel schneiden.
7. Zitronensaft,–schale  und gehackte Walnüsse zu den Äpfeln geben und vermischen und etwas Zimt dazugeben (für Rosinenliebhaber auch an dieser Stelle diese unterrühren)
8. Ein Geschirrtuch gut anfeuchten und auf dem Küchentisch ausbreiten, ein trockenes, bemehltes darüber legen. Den Teig auf dem bemehlten Handtuch gaaaanz fein ausrollen.
9. Butter schmelzen und einen Teil auf dem Teig verstreichen:
10. Die Nüsse auf der oberen Teighälfte verteilen, dann die Apfelmischung darüber verteilen.
11. Teig an den Seiten ca. 2cm einschlagen und mit Hilfe der Küchenhandtücher den Teig aufrollen.


12. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech legen, den Strudel mit der restlichen Butter bestreichen und auf mittlerer Schiene bei 150 Grad (Umluft) ca. 20 bis 30 Minuten backen.

Und wenn es dann so richtig knusprig im Ofen aussieht, dann am besten noch warm servieren. Besonders lecker mit einer Kugel Vanilleeis oder Sahne.

Eine fröhliche Woche wünsch ich Euch.

(Fotos: madamechoufleuse)

Goldige Herbst-Pasta: Gnocchi mit Tomaten-Orangen-Sahne getoppt mit gerösteten Walnüssen

Schnelle Pastagerichte sind einfach meine Lieblinge. Sie sind so schön unkompliziert und dafür überdimensional lecker. Wie dieses leckere Gnocchi Gericht aus einer früheren Lecker. So herbstlich und frisch. Und dabei so easypeasy gemacht, dass man sie noch schnell vorm Tatort, Desperate Housewives oder Dr. House zaubern kann, ohne den Start der vielen Lieblingsserien zu verpassen.

Also, legt los. Ich bin gespannt, wie es Euch schmeckt.

Zutaten für 4 Personen:
500g Gnocchi (wer möchte kann sie natürlich auch selbst machen, aber ich finde frischgekaufte oder auch tiefgefrorene tun es auch, die Sauce ist nämlich sooo köstlich, dass die Gnocchis hier ganz klar die zweite Geige spielen)
1 Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 TL + 3 EL Butter
500g passierte Tomaten
1 Orange
150g Schlagsahne
3 EL Walnüsse (gehackt)

Salz, Peffer, Thymian, Oregano, ein paar Cherrytomaten zu Dekoration.

Zubereitung:
1. Zwiebelund Knoblauch schälen und klein würfeln.
2. Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen, dann salzen und Gnocchis hinzugeben. Die Gnocchis sind dann fertig, wenn sie an die Wasseroberfläche treiben. Dann vorsichtig abgiessen und solange warm stellen, bis die Sauce fertig ist.
3. Parallel zu 2. 1 TL Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen leicht andünsten.
4. Orangen fein filetieren (ohne Haut) und den Rest der Orange über die Pfanne ausdrücken.
5. Tomaten, Sahne und 2/3 der Orangenfilets dazugeben.
6. Aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.
7. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Oregano abschmecken.
8. 3 EL Butter in einer zweiten Pfanne nussigbraun schmelzen lassen und die gehackten Walnüsse darin rösten.
9. Gnocchi hinzugeben und alles im Topf miteinander vermischen.

Servieren und freuen, denn das ist der erste Schritt in einen goldenen Herbst.

Red Velvet Willkommens-Cupcakes mit Unterstützung von der lieben Cynthia

Cupcakes sind Allround-Talente. Sie bereichern jedes Kuchenbuffet. Sie sind eine hübsche Tischdekoration. Sind die Winner auf jedem Kindergeburtstag. Machen sich gut im Büro. Und, sie sind ganz wunderbare Willkommensgeschenke.

So auch letzte Woche, als mein Superkoch nach zehnwöchiger Trennung endlich aus dem hohen Norden zurück in seine Schweizer Heimat kam. Zehn Wochen verkehrte Welt: Ich Nordlicht in Zürich. Er, der Bergbuab in Hamburg. Eigentlich sollte alles Rot-Weiss sein, aber leider wurden die Red Velvet Cupcakes eher schokobraun statt samtig Rot. Machte nichts. Waren trotzdem lecker und die weisse Lebensmittelfarbe war eine grossartige Dekomöglichkeit. Der Cake mit dem schweizer Kreuz musste zu erst daran gelauben, aber einen herzigen konnte ich noch für’s Foto retten.

Zutaten für ca. 24 Cupcakes:
250ml Pflanzenöl
220g Zucker
2 Eier
250ml Buttermilch
1 Schuss Schlagsahne
3 EL rote Lebensmittelfarbe

1,5 TLWeissweinessig (kein Tippfehler, ist tatsächlich so)
1 TL Natron

Miteinander vermischt:
280g Mehl
90g Speisestärke
50g ungesüssten Kakao
1 Prise Salz
1 Tütchen Vanillezucker

Zubereitung:
1. Ofen auf 185 Grad vorheizen und die Muffinform mit Papierchen auslegen.
2. Öl und Zucker mit dem Mixer cremig schlagen. Eier dazugeben und noch einmal weitere 2 bis 3 Minuten schlagen.
3. Buttermilch, Sahne und Lebensmittelfarbe hinzugeben.
4. Mehl, Stärke, Kakao, Salz und Vanillezucker in einer zweiten Schüssel miteinander vermischen und vorsichtig dem ersten Teig unterrühren bis eine glatte Masse entsteht.
5. Den Teig gleichmäßig in die Förmchen verteilen und ca. 30 bis 35 Minuten backen lassen.
6. Nach dem obligatorischen Holzstäbchen-Test die Cupcakes aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Wer mag kann natürlich die samtigen Cakes noch mit einem süssen Topping toppen. Ich empfehle das von den Rüebli-Cupcakes.

Eine schöne Woche wünsch ich Euch. Mit leckeren Herbst-Gnocci und hübschem Cupcake-Zubehör. Freut Euch drauf!

Nicht malen nach Zahlen, sondern backen nach Bildern. Perfekt für’s Wochenende.

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Kennt man ja. Und stimmt meistens ja auch. Aber noch mehr sagt ein Video.

Und? Genau so schockverliebt, wie ich? Dieses „Backen nach Bildern“ aus dem Christian Verlag ist ein absoluter Traum. Letzten Samstag habe ich es in dem hübschen Küchengeschäft Sibler in Zürich entdeckt und musste es haben. Sofort. An dieser Stelle noch eine dicke Entschluldigung an meine Freundinen Cynthia Barcomi und Martha Stewart, denn die nächsten Backwerke, die aus meinem Ofen kommen, werden in nächster Zeit wohl eher aus diesem Buch kommen.

Ein traumhaftes Wochenende für Euch!

(Fotos/Video: madamechoufleuse)

Selbstgemachte Canebullar gehören auf jedes Schweden-Buffet

Fleissige Blog-Leser/innen werden sagen: Kenn ich schon. Hab ich doch schon zig mal nachgebacken, weil die sooo lecker sind. Und für alle Neulinge hier: Keine Sorge, es wird hier nicht ein und dasselbe Rezept ständig zweitverwertet, aber in diesem Fall muss ich es einfach noch einmal posten, denn ich habe die Mengen im Rezept etwas verändert und auch backe ich die Schnecken nicht mehr einzeln auf dem Backblech, sondern alle zusammen in einer Auflaufform, dadurch vermeidet man mögliches Austrocken. Und der Teig ist eine 1. Kleine Kleberei. Kein Gebröckelei.

Zutaten für ca. 25  Schnecken:

Für den Teig:
500g Mehl
etwas mehr als ein Tütchen Trockenhefe
1/4 l Milch
50g Butter (geschmolzen)
35g Zucker
1 gehäufter TL Kardamom

Für die Füllung:
5 gute  EL Butter
3,5  EL Zucker
2 TL Zimt

Zubereitung:
1. Die Butter in einem Topf zerlassen. Milch dazugeben.
2. Wenn die flüssige Butter und die Milch „handwarm“ sind in eine Schüssel gießen, Hefe hinzugeben, Mehl, Zucker und Kardamom dazu geben und alles mit den Knethaken des Mixers ordenltich kneten.
3. Den Teig aus der Schüssel nehmen und noch einmal ordentlich mit den Händen bearbeiten, schlagen, drücken und wieder schlagen – hach, was für eine Freude. Den Teig zurück in die Schüssel legen, mit einem Handtuch abdecken und 40 Minuten ruhen lassen.
4. Für die Füllung: Butter, Zucker und Zimt miteinander vermengen. Am einfachsten mit einer Gabel ordentlich vermischen.
5. Den Teig ausrollen. Keine Sorge, es geht supereasy. Der Teig ist ein Traum. Und gleichmäßig mit der Zimt-Butter bestreichen.
6. Den Teig aufrollen und in Scheiben schneiden.
7. Die Schnecken leichtandrücken und dicht an dicht in eine Auflaufform legen.
8.  Den Ofen auf 200 Grad vorheizen
9. Die Schnecken noch einmal 30 Minuten gehen lassen.
10. Die Schnecken ca. 10 Minuten backen.
11. Die köstlichen Zimtschnecken aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

In der Auflaufform servieren oder auf’s Buffet stellen und schnell zugreifen, denn eine lange Überlebenszeit haben die Schnecklein nicht.

Eine schöne Woche für Euch.

(Fotos: madamechoufleuse)