Seeteufelfilet an Zitronengrassauce auf selbstgemachten Fettuccine

Hatte ich es schon gesagt? Der Samstag ist mein absoluter Lieblingstag. Nix Neues. Wahrscheinlich ist das bei 95% aller anderen Menschen ähnlich, aber während viele bereits am Sonntagnachmittag unruhig werden, weil ja schon wieder fast Montag ist. Ich wage an dieser Stelle die These, dass der Montag wahrscheinlich der unbeliebteste Tag der Woche ist. Hach, was einen am Montag immer erwartet… Statusmeetings, die Antworten auf die Mails, die man am Freitagabend quasi mit dem Herunterfahren des Rechners an unangenehme Gesellen rausgeschickt hat und vor allem steht einem noch die ganze Arbeitswoche noch bevor. Ja, aber liebe Leute… noch ist Sonntag und welcher Tag einet sich besser für ein köstliches Abendessen? Keiner. Also, schnappt Euch Zettel und Stift und kauft ein, für: Seeteufelfilet an Zitronengrassauce auf *Trommelwirbel* selbstgemachten *jubel* Fettuccine.

Viel Spass und eine herrliche Woche für Euch!

Zutaten für 4 grosse Portionen Fettuccine (auch wenn wir nur für 2 gekocht haben, es ist einfach herrlich zu wissen, dass im Tiefkühler noch selbst gemachte Pasta auf einen wartet):
300g Mehl
200g Hartweizengries
4 Eier
5g Salz
20ml Olivenöl

und natürlich eine Nudelmaschine

Zubereitung:
1. Eier, Olivenöl und Salz gut vermischen und aufschlagen.
2. Gries und Mehl in einer weiteren Rührschüssel miteinander vermischen und die Eiermischung hinzugeben.
3. Jetzt den Knethaken ordentlich arbeiten lassen und wenn nötig noch selbst mit den Händen nachhelfen.
4. Jetzt den Teig in mittelgrosse Stücke teilen, plattdrücken, mit der Nudelmaschine glätten und dann zu Fettuccine verarbeiten.
5. Die Fettuccine locker, auf ein leicht bemehltes mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Mehl bestäuben, damit nichts klebt.

Zutaten für die Sauce:
1 Knoblauchzehe
1 Bund Frühlingszwiebeln
2-3 Stengel Zitronengras
30g Ingwer
500ml Gemüsebrühe
50ml Sahne

2 EL Olivenöl

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung der Sauce:
1. Knoblauch hacken und in 2 EL Olivenöl andünsten.
2. Die Endstücke der Frühlingszwiebeln hinzugeben (Achtung, den Rest der Frühlingszwiebeln brauchen wir noch nachher beim Fisch)
3. Zitronengras-Stengel grob schneiden und hinzugeben, ebenso den in feine Scheiben geschnittenen Ingwer und für gut 5 Minuten mitdünsten lassen.
4. Mit Gemüsebrühe ablöschen, Sahne hinzugeben und einkochen lassen.
5. Die Sauce auf die gut die Hälfte einregulieren und nach Wunsch mit etwas Stärke abbinden.
6. Abschmecken und die Sauce durch ein Sieb geben, damit keine Stückchen zurück bleiben, denn auf Zitronengras zu beissen ist keine Freude.

Weiter geht’s mit dem Fisch…

Zutaten für 2 Personen:
300g Seeteufelfilet
1 Bund Frühlingszwiebeln (hier fehlen jetzt nur die Enden, die für die Sauce gebraucht wurden)
2 Knoblauchzehen
18 bis 20 Cherrytomaten
Fleur de Sel

Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zubereitung des Fischs:
1. Seeteufelfilet in feine ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit Fleur de Sel würzen.
2. Knoblauch fein hacken, die Frühlingszwiebeln in feine Scheiben schneiden und Cherrytomaten halbieren.

Hier jetzt ein kleiner Einschub: An dieser Stelle Wasser kochen und salzen, Fettuccine hinzugeben und Achtung! nach drei Minuten sind sie bissfest. Jetzt noch Punkt 3:

3. Fisch in erhitztem Olivenöl vorsichtig anbraten, Gemüse hinzugeben, abschmecken und fertig.

Und nun… Fettuccine auf tiefe (am besten vorgewärmte) Teller geben, die Fisch-Gemüse-Mischung darauf verteilen und Sauce über beidem verteilen.

Guten Appetit!

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Feine Kartoffelsuppe mit Trüffeln nach Tim Mälzer

Das war ein Wochenende Ihr Lieben. Das Wetter war herrlich. Kälte. Sonnenschein. Stadtbummel am Samstag. Kochen am Abend und Sonntag auf die Piste. Jahaaa… ich auf der Piste. Auf der Skipiste wohlgemerkt. Mit dem weltbesten Skilehrern ging es höher und höher. Meine Gesicht wurde blasser und blasser. Und dann? Nach anfänglichen kleineren Panikattacken – der Hang war aber auch steil – ging es besser und besser. Aber ein Draussensport macht einen ja auch sooo müde und hungrig. Wie gut, dass noch ein kleiner Rest der Samstagabendsuppe übrig war. Noch ein Bad in Pony Hütchens Badecupcakes und dann ins mollige Bettchen…

Uuups. Schon wieder Montag. Na, auf eine gute Woche.

Zutaten für 4 Personen:
150g Zwiebeln
600g festkochende Kartoffeln
175g Pastinaken
30g Butter
1 Zweige Majoran
1 l heller Geflügelfond
Salz, Pfeffer
150ml Schlagsahne
1/2 Bund Schnittlauch
1 kleiner schwarzer Trüffel oder feines Trüffelöl oder Trüffelcrème

Zubereitung:
1. Zwiebeln fein würfeln.
2. Kartoffeln und Pastinaken waschen, schälen und in ca. 2cm grosse Stücke schneiden.
3. Zwiebeln, Kartoffeln und Pastinaken in der Butter ca. 2 Minuten anschwitzen.
4. Majoran dazugeben und mit der Brühe aufgiessen. Aufkochen lassen und bei 25 Minuten köcheln lassen.
5. Sahne halb steif schlagen, Schnittlauch in kleine Stücke schneiden, wenn man hat Trüffel fein hobeln.
6. Suppe erneut aufkochen und die Sahne mit einem Schneebesen unterrühren.

Suppe auf vorheizte Teller geben, Schnittlauch drüber, Trüffel rüber oder eben ein Schüsschen Trüffelöl oder wie ich die Trüffel-Créme.

Liebe Grüsse!

Köstliche Tomatensuppe, hübsche Deko und ein Retro-Weihnachtsgeschenk

Nach Bratäpfeln, Schokoladenkugeln, -weihnachtsmännern, -lebkuchen en masse und nem leckeren Weihnachtsbraten hatte ich gestern Abend mal wieder so richtig Lust auf ein „ganz normales Abendessen“.  Gemütlich sollte es sein und nicht aufwendig und gern auch noch morgen geniessbar. Mhhh… ein Süppchen sollte es sein, am liebsten Tomate. Oder doch etwas anderes? Ich habe in dem wunderbaren Kochbuch „Aufgetischt“ geblättert, hey super…im Kaptitel HEIMATLAND finde ich ein lecker klingendes Tomatensuppen-Rezept. Ich habe es etwas abgewandelt. Aber bevor ich zum Rezept komme…schaut doch mal meine hübschen Teelichter, die unser Wohnzimmer sooo schön gemütlich machen (so viel die Verpackung verriet sind sie von Lys Vintage Design aus Hamburg).

Und wisst Ihr was ich Geniales vom lieben Schweizer zu Weihnachten bekommen hab? Schaut her…bitte recht freundlich…eine Polaroid-Kamera.

So, nun aber zum Tomatensuppen-Rezept nach Christoph Bürge.

Zutaten für ca. 4 Personen als Zwischengericht oder Vorspeise:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Möhre (lt. Rezept + 1 fein gehackte Stange Sellerie)
50 ml Rotwein (lt. Rezept: 100 ml Weisswein)
1,5 KG Tomaten
1 EL Tomatenpüree
4oo ml Gemüsebrühe
1 Thymianzweig
1 Lorbeerblatt
30g Butter
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Basilikum als Topping

Zubereitung:
1. Zwiebel und Knoblauch klein hacken.
2. Möhre klein schneiden, Tomaten entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
3. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin goldbraun andünsten, Möhre (Sellerie) dazu geben und ca. 5 Minuten mitdünsten. Salz und Pfeffer dazugeben und mit dem Rotwein (oder mit einem grossen Schuss Weisswein) ablöschen und einkochen lassen.
4. Tomaten, Tomatenpüree,  Brühe (und ggf. restlichen Weisswein) dazugeben. Thymian und Lorbeerblatt hinzugeben und 30 bis 40 Minuten auf geringer Hitze köcheln lassen.
5. Thymian und Lorbeerblatt entfernen und die Suppe ordentlich mit dem Pürierstab bearbeiten. Butter hinzugeben, schmelzen lassen und nochmals pürieren.
6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren. Als Deko würde ich noch etwas Basilikum auf die Suppe legen.

Geniesst die letzten Tage des Jahres.

Alles Liebe!

Spaghettiiiiniiiii mit Chili- oder Curry-Garnelen mit Petersilie. Easypeasy. Leckerschmecker.

Keine Lust zu kochen? Aber einen lauten knurrenden Magen? Dann macht doch einfach Pasta. Mega lecker und ganz schnell fertig. Perfekte Feierabendpasta. Ok, ich muss zugeben, dass nichts, wirklich nichts über Jamies Spaghetti con gamberetti. Aber trotzdem…wenn die Zutaten nicht alle im Hause sind, dann sind diese Spaghettini ein Super-Ersatz.

Zutaten für 2 Personen:
1,5 Knoblauchzehen
330g Tomaten
1/2 Bund glatte Petersilie
200g Spaghettini
18 Garnelen (geschält)
1/2 TL Chiliflocken
1 Spritzer Zitronensaft

2 EL Olivenöl
1,5 EL Butter

Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Knoblauchzehen und Tomaten klein hacken.
2. Blättchen der Petersilie von den Stengeln zupfen und hacken.
3. Spaghettini in reichlich kochendem Salzwasser kochen (je nach Packungsanweisung ca. 8 Minuten)
4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen bei mittlerer bis starker Hitze ca. 3 Minuten rundherum anbraten und salzen.
5. Butter dazu geben und schmelzen. Tomaten und Petersilie untermischen und bei geringer Hitze gute 2 Minuten mitköcheln lassen.
6. Mit Salz, Chiliflocken und Zitronensaft würzen und abschmecken.
7. Spaghettini abgiessen und mit der Garnelen-Tomaten-Petersilien-Mischung mischen.

Guten Appetit.

Und bald ist Wochenendeeeee.

(Fotos: madamechoufleuse)

Schon mal an Freitag denken, da knallt nicht nur der Wochenend-Startschuss, sondern Freitag ist auch Fischtag: Dorade im Pergamentsäckchen

Liebt Ihr auch Traditionen? Also, ich erinnere mich noch daran, dass es bei uns früher meistens am Freitag Fisch gab. Meistens Lachsfilet. Oder etwas anderes, aber eigentlich nie einen nach Fisch aussehenden Fisch. Na gut, vielleicht mal ’ne Kielersprotte, aber zählt das?

Naja, diese Tradition hat sich dann immer mehr verwässert. In der Kantine habe ich früher zwar oft am Freitag das Fischgericht gewählt, aber seit dem ich in der Schweiz wohne (immerhin seit Juli) habe ich glaub ich kein einziges Mal Fisch gegessen – und schon gar keinen ganzen.

Ihr denkt Euch wahrscheinlich, was faselt die denn die ganze Zeit von Fisch. Wo ist denn der Fisch? Warum Fisch? Ich seh keinen. Na, drei Mal dürft Ihr raten, was sich oben in dem Pergament-Säckchen befindet (übrigens, das Pergament-Säckchen sind zusammen getackerte Backpapiere)?

Richtig. Fisch. Genauer gesagt eine Dorade.


Ist das nicht eine schöne Art Fisch zuzubereiten? Es duftet einfach herrlich, wenn man langsam das Backpapier zerschneidet…Ach, das ist der Züriseee? Ich dachte für einen Moment ich wäre am Mittelmeer.

Also, träumt Euch nicht nur ins Wochenende, sondern auch ans Meer.

Zutaten für zwei Personen:
2 Doraden à 330 bis 360 Gramm
2 Tomaten
Thymian
Knoblauch
Basilikum
Olivenöl

Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Doraden waschen und abtupfen.
2. Dorade mit je einer Knoblauchzehe, 4-5 Zweige Thymian, 3-4 Basilikumstengel n füllen.
3. 3-4 Tomatenscheiben auf je eine Dorade legen, Olivenöl darüber und salzen und pfeffern.
4. Pro Dorade: Zwei Backpapiere luftdickt zusammentackern (wir hatten leider keinen Tacker, daher mussten Büroklammern herhalten) und bevor die vierte Öffnunge geschlossen wird die Dorade vorsichtig hinlegen und zu tackern.
5. Bei 200 Grad ca. 20 bis 22 Minuten im Ofen garen lassen.
6. Päckchen auf die Teller verteilen und die Gäste ihren Fisch selbst befreien lassen – die fühlen sich dann sicherlich auch kurzfristig ans Mittelmeer versetzt ehe sie merken, dass sie an Eurem heimischen Esstisch sitzen.

Guten Appetit!

(Fotos: madamechoufleuse)

Goldige Herbst-Pasta: Gnocchi mit Tomaten-Orangen-Sahne getoppt mit gerösteten Walnüssen

Schnelle Pastagerichte sind einfach meine Lieblinge. Sie sind so schön unkompliziert und dafür überdimensional lecker. Wie dieses leckere Gnocchi Gericht aus einer früheren Lecker. So herbstlich und frisch. Und dabei so easypeasy gemacht, dass man sie noch schnell vorm Tatort, Desperate Housewives oder Dr. House zaubern kann, ohne den Start der vielen Lieblingsserien zu verpassen.

Also, legt los. Ich bin gespannt, wie es Euch schmeckt.

Zutaten für 4 Personen:
500g Gnocchi (wer möchte kann sie natürlich auch selbst machen, aber ich finde frischgekaufte oder auch tiefgefrorene tun es auch, die Sauce ist nämlich sooo köstlich, dass die Gnocchis hier ganz klar die zweite Geige spielen)
1 Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 TL + 3 EL Butter
500g passierte Tomaten
1 Orange
150g Schlagsahne
3 EL Walnüsse (gehackt)

Salz, Peffer, Thymian, Oregano, ein paar Cherrytomaten zu Dekoration.

Zubereitung:
1. Zwiebelund Knoblauch schälen und klein würfeln.
2. Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen, dann salzen und Gnocchis hinzugeben. Die Gnocchis sind dann fertig, wenn sie an die Wasseroberfläche treiben. Dann vorsichtig abgiessen und solange warm stellen, bis die Sauce fertig ist.
3. Parallel zu 2. 1 TL Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen leicht andünsten.
4. Orangen fein filetieren (ohne Haut) und den Rest der Orange über die Pfanne ausdrücken.
5. Tomaten, Sahne und 2/3 der Orangenfilets dazugeben.
6. Aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.
7. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Oregano abschmecken.
8. 3 EL Butter in einer zweiten Pfanne nussigbraun schmelzen lassen und die gehackten Walnüsse darin rösten.
9. Gnocchi hinzugeben und alles im Topf miteinander vermischen.

Servieren und freuen, denn das ist der erste Schritt in einen goldenen Herbst.

Und wieder etwas aus der leckeren neuen Kleine-Köstlichkeiten-Serie: 2. Nachos mit selbstgemanschter Guacamole und Aioli

Huiuiuiui…diese beiden selbstgemachten Dips sind ganz köstliche Buffetmitbewohner. Allerdings nur dann, wenn er auch wirklich jedem näher kommen darf. Für alle anderen gäbe es nämlich ein böses Erwachen, denn vor allem der blasse Weiße ist extrem anhänglich und bleibt einem noch lange treu. Und man kann sicher sein, dass man dann mit ihm alleine bleibt.

Also, ran an die Nachos und ab geht’s mit dem Dippen!

Zutaten für die Guacamole (für ca. 4 Personen):
3 Avocados
4 Cherrytomaten
2 Blätter frische Minze
½ rote Paprika
etwas Limettensaft

Zubereitung:
1. Avocado schälen und mit einer Gabel zermanschen.
2. Cherrytomaten und Paprika gut waschen und in feine Würfel schneiden.
3. Minzblätter klitzeklein hacken, Limettensaft hinzugeben und alles miteinander verrühren.

Zutaten für die Aioli-Créme (für ca. 4 Personen):
150g Mayonnaise
1 Schuss Milch
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen

Zubereitung:
1. Knoblauch winzigklein hacken oder wenn nötig pressen.
2. Den Miniknoblauch mit Mayonnaise, Milch und Olivenöl vermischen.

Dazu Nachos reichen.

Und, was darf auf Deinem Buffet nicht fehlen?